Kraniche

Kraniche in Aquarell, 17×24 cm

Nach langer Zeit habe ich meinen Aquarellkasten wieder hervorgeholt und viele Aquarellskizzen mit Kranichen gemacht. Vor etwa zwei Jahren hatte ich einen kleinen Tageskurs für Aquarellmalen besucht, doch fand ich bislang nicht richtig Zugang zu den Wasserfarben und mein Aquarellkasten stand fast nur unbenutzt im Schrank. Als ich dann 3 Aquarellkästen von meiner Großmutter erbte, fühlte es sich fast an, es ihr „schuldig“ zu sein, mit diesen Farben zu malen. Doch war ich innerlich wie blockiert. Ich schrieb das Medium Aquarell für mich schon fast ab.

Ich musste mich erst einmal von all meinen Erwartungen an mich selbst lösen.

Die Kraniche haben mich jetzt wieder zu den Aquarellfarben hingeführt. Wir haben Kraniche im Kranorama, eine Beobachtungsstation für Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern, beobachtet. Ich habe viele Fotos und ein paar schnelle Skizzen gemacht und gestern mir die Zeit genommen, diese wunderschönen Vögel in Aquarell umzusetzen. Dabei hatte ich nicht vor, schöne Bilder zu erschaffen – denn mir ist bewusst, dass Aquarell die Königsklasse im Malen ist – sondern mehr mich auszuprobieren, möglichst unbefangen und mit Leichtigkeit heranzugehen.

Dabei habe ich mich so vertieft in dieses Medium, dass ich in nur zwei Tagen einen 20seitigen Aquarellblock verbraucht habe. Diese Prise an Unkontrollierbarkeit, die kleinen Zufälligkeiten, die mit diesem Medium möglich sind, faszinieren mich schon jetzt. Es fühlt sich gut an.

Besonders freue ich mich über das kleine, rechts neben stehende Bild.

Zunächst habe ich einige Skizzen in mein Skizzenbuch gemacht und anschließend das Aquarellbild in 30×40 cm,…
…dann wollte ich die Kraniche in Pastell skizzieren, habe aber meine Pastellkreiden nicht gefunden, daher ist es Ölpastell geworden…
…und zum Schluss erhielt auch mein Bullet Journal einen Eintrag im Kranich-Stil.