Hautfarbe malen

Als ich ich das erste Mal Haut malen wollte (eine schlafende junge Frau im Zug), habe ich mich gefragt: „Wie male ich eigentlich Haut?“ So dunkel konnte ich mich an meine Kunstlehrerin aus Kindertagen erinnern, die die Farbtube mit „Hautfarbe“ strickt verbannt hatte. Doch was soll ich sonst nehmen? Ratlos griff ich zur Tube „Beige“ und gab der jungen Frau auf meinem Motiv einen flächigen Beigeanstrich… und es sah weniger nach Haut sondern mehr nach „naja, … geht so“ aus.

Für alle von euch, die auch vor diesem Räsel stehen, möchte ich gern eine kurze, pragmatische Übersicht geben. Diejenigen von euch, die sich dann intensiver damit befassen, empfehle ich v.a. darauf zu achten, wie Lichteinfall dargestellt wird, da Haut das Licht anders reflektiert als Gegenstände.

Kurzformel Haut

Heller Hauttyp: (Kadmium)Rot + (Kadmium)Gelb + Weiß

Dunkler Hauttyp: Umbra (gebrannt) + Sienna (natur) + Weiß

Sehr dunkler Hauttyp: Sienna (gebrannt) + Schwarz + Weiß

eines meiner älteren Daily Paintings

Variiere bei der Zugabe der einzelnen Farbtöne, schau dir an, wie sich das Ergebnis verändert.

Ausprobieren

Für mehr Farbvarianz empfehle ich dir, verschiedene Farben auszuprobieren und ihre Wirkung zu studieren.

Hierzu eignet sich eine Übersicht in einem robusten Skizzenbuch ganz gut. Ich habe mir eine solche Übersicht aus verschiedenen Büchern zusammengestellt und darunter die verwendeten Farbtöne notiert. So kann ich schnell sehen, welche Töne das gewünschte Ergebnis erzielen – oder diesem zumindest nahe kommen.

Blick in mein Skizzenbuch

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