Grau und neutrale Töne

Einer der größten Anfängerfehler beim Malen ist es, zu intensive Farben zu verwenden. Dadurch wirken die Bilder schnell unnatürlich und nicht in sich stimmig.

Vor allem, wenn du von Fotos abmalst, erliegst du schnell dem Fehler, zu versuchen, die dort gezeigten Farben 1:1 für dein Bild anzumischen und zu übertragen. Doch bei vielen Fotos wird gern Sättigung und Kontrast hochgedreht, damit sie besser wirken.

Versuche daher die Farbe nicht ungemischt aus deiner Farbtube zu verwenden, sondern die Sättigung durch zum Beispiel einem kleinen bisschen Grau bzw. einen neutralen Farbton etwas rauszunehmen.

Selbst mischen

Selbst gemischtes Grau aus den Grundfarben oder Komplementärfarben wirkt harmonischer und natürlicher als das Grau, das beim Mischen mit Schwarz und Weiß („Neutralgrau“) entsteht. Es entsteht so mehr Vielfalt in deiner Farbpalette und der gemischte Grauton fügt sich gut in dein Bild ein.

Farbmatrix
waagerecht: Komplementärfarben mischen = neutraler braun-grauer Ton (hier anschließend mit Weiß aufgehellt)
senkrecht: Grundfarben (gelb, rot, blau) oder Sekundärfarben (violett, grün, orange) mischen = grauer Ton

Vergleich zwischen (links:) Grau, gemischt aus Weiß + Schwarz und (rechts:) Grau gemischt aus den Grundfarben

Probiere aus, was passiert, wenn du mehr warmen oder mehr kalten Farbanteil dazu gibst. Wie ändert sich die Wirkung von deinem Grau? Woran erinnert dich spontan dieser Grauton? An Gewitterwolken, tristen Betonfassaden, Schatten von frischem Schnee…?

Kurzformel für Grau

Gelb + Rot + Blau = (natürliches) Grau

Weiß + Schwarz = Neutralgrau

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